Jubiläumsfeier des Yachtclub Malchow e.V. – 35 Jahre Gemeinschaft auf dem Wasser

Den feierlichen Auftakt zum 35-jährigen Bestehen des Yachtclubs Malchow e. V. machte unser 1. Vorsitzender Klaus Krompholz. Zu Beginn des Festes hieß er die geladenen Gäste sowie die Mitglieder herzlich willkommen und stimmte alle Anwesenden auf diesen besonderen Anlass ein.


Neben unseren Mitgliedern waren folgende Personen unserer Einladung gefolgt: von der Stadt Malchow die 1. Stadträtin Irina Baumgart, vom Kultur- und Sportring e. V. Vorstandsmitglied Birgit Grapenthin sowie Hans-Adolf Rüdiger von der Bootshalle Malchow und Jörg Malow von der Unternehmensgruppe Malow.


Der Verein Yachtclub Malchow e.V. wurde im Jahr 1991 gegründet. Damals wurde dem Verein das alte Aufzuchtgelände der Fischerei zugesprochen. Der damalige Vorstand und die Mitglieder waren sicher glücklich, eine Heimat für ihr gemeinsames Hobby – das Bootfahren – gefunden zu haben. Leider kam es nie zu einem Pachtvertrag, sondern nur zu einer begrenzten Duldung, da das Gelände wohl von Anfang an für eine Renaturierung vorgesehen war. 


Nachdem die Duldung durch die Stadt Malchow als Eigentümerin abgelaufen war, begannen Anfang 2001 intensive Gespräche über ein neues Gelände auf der Klosterseite. Dank der tatkräftigen Unterstützung des damaligen Bürgermeisters, der sich für diesen neuen Standort einsetzte, konnte schließlich ein Pachtvertrag geschlossen werden. Klaus Krompholz nutzte den Rückblick auf die damals sehr umfangreichen Planungen, um der Stadt Malchow, dem Planer der neuen Steganlage, Herrn Dr. Mau, sowie den beteiligten Verbänden nochmals unseren herzlichen Dank auszusprechen.


So konnten wir die neue Steganlage schließlich im Jahr 2004 feierlich in Betrieb nehmen. Doch nichts hält für die Ewigkeit: Die Gründungspfähle überstanden die Jahre nicht, und auch an den Seitenauslegern sowie Teilen der Stegoberfläche hinterließ die Zeit deutliche Spuren.


Eine umfangreiche Sanierung war unumgänglich – und damit verbunden ein erheblicher finanzieller Aufwand. Bei solch hohen Investitionen ist eine langfristige Absicherung der Nutzungsrechte natürlich existenziell. Glücklicherweise wurde dem Antrag unseres Vorstandes auf einen Erbbaurechtsvertrag von der Stadt Malchow stattgegeben. Mit einer Laufzeit von 45 Jahren schenkt uns die Stadt – und vor allem unserem Nachwuchs – eine solide Planungssicherheit. Wir dankten der Stadt und allen Verantwortlichen für das Zustandekommen dieses Vertrages nochmals mit langanhaltendem Applaus.


Als Ausblick für die versammelte Gemeinschaft kündigte Klaus Krompholz an, im Anschluss einen Foto- und Videozusammenschnitt über die Entwicklung und Historie des Vereins sowie die Arbeiten an unseren Anlagen zu präsentieren. Und so viel sei vorweggenommen: Die verschiedenen Aufnahmen riefen bei allen Anwesenden sowohl nachdenkliche als auch sehr humorvolle Momente wach.


Gern erinnerten wir uns bei solchen Gelegenheiten an den Bau unseres heutigen Vereinsheims. Die Basis, zwei ausgeschlachtete Container, die zur Aufbereitung auf einen Heuwagen geladen wurden – davor ein alter Zetor-Traktor. Und dann ging die Fahrt los, quer durch Malchow zum neuen Standort. An der Drehbrücke holten wir damals versehentlich den Glaskörper einer Straßenlaterne herunter, der wie durch ein Wunder unversehrt blieb. Gefolgt von einer stattlichen Autoschlange erreichten wir schließlich unser Ziel. Einen solchen Transport wird es wohl nie wieder geben! Heute, fertig verkleidet, sieht man dem Vereinsheim seine abenteuerliche Entstehungsgeschichte gar nicht mehr an.


Ein reibungsloser Vereinsbetrieb ist niemals das Werk einer einzelnen Person. Dies nahm Klaus Krompholz zum Anlass, sich – auch im Namen aller Anwesenden – bei den langjährigen Gründungsmitgliedern von Herzen zu bedanken. Ein ganz besonderer Dank galt dabei unseren Schatzmeister Ronald Wiese, dem treuesten und am längsten aktiven Vorstandsmitglied. Sein herausragendes Engagement blieb auch dem Deutschen Motoryachtverband e.V. und dem Landesverband Motorbootsport Mecklenburg-Vorpommern e.V. nicht verborgen. Stellvertretend für den Präsidenten des DMYV und als Präsident des Landesverbandes, überreichte Klaus Krompholz ihm die Silberne Ehrennadel samt Urkunde, was die Gemeinschaft mit langanhaltendem Applaus feierte. 


Viele weitere Helfer konnten sich über lobende Worte von Klaus Krompholz freuen. Stellvertretend waren dahingehend Torsten Brommert, Harald Gallert, Heiko Harms, Frank Oeler, Detlef Krause, Hartmut Stoll, Peter Jürgens, Guido Witthuhn und Ringo Kiebert genannt.


Ein besonderes Dankeschön sprach Klaus Krompholz auch Jochen Schreiber (der leider nicht mehr unter uns weilt) und seiner Frau Lotti aus, die von der ersten Stunde an zum Verein gehörten. Beide haben sich unter anderem als engagierter Hafenmeister und treibende Kraft bei Vereinsaktivitäten bleibende Verdienste erworben. Ein zutiefst bewegender Moment war es, als Gudrun stellvertretend für ihre Mutter ein Blumenstrauß überreicht wurde – ein Zeichen des Dankes, das für große Emotionen im Saal sorgte.


In seinem Resümee blickte Klaus Krompholz nochmals auf die gemeisterten Herausforderungen und die aktuelle Situation des Vereins. Mit berechtigtem Stolz können wir auf das Erlebte und vor allem auf das Erreichte der vergangenen drei Jahrzehnte zurückblicken. Denn es ist gerade die Gemeinschaft, die uns stark macht – verbunden mit der Freude an unserem gemeinsamen Hobby.


Abschließend erfolgte sein Hinweis auf die bevorstehende Eröffnung des Buffets, und danach die Möglichkeit, mit dem Sound von DJ Thomas die Tanzfläche zu rocken.
Doch schon folgte die nächste Überraschung – diesmal durch Svea Krause, die spontan das Wort ergriff. Sie überbrachte liebe Grüße und ein Präsent aus Dobbertin. Seit Jahren kooperieren wir eng mit der Klosterschule aus Dobbertin und richten gemeinsame Aktionstage für Kinder und Jugendliche mit psychischer und körperlicher Beeinträchtigung aus. Als herzliches Dankeschön hatten die jungen Teilnehmer selbst ein Geschenk gebastelt, das Svea nun zur Verschönerung unseres Vereinsheims feierlich überreichte.


Weiter ging es Schlag auf Schlag. Ringo Kiebert überraschte die Runde mit einem besonderen Geschenk für Harald. Ganz der Musik zugeneigt, reicht es bei ihm zwar noch nicht für ein eigenes Instrument - doch Ringo überreichte ihm ein Saiteninstrument, das für viel Schmunzeln sorgte.


Auch Detlef Krause ging an diesem Abend nicht leer aus: Für seinen legendären Luftgitarren-Auftritt beim letzten Fest spendierte Ringo eine ausgemusterte Gitarre. Ausgestattet mit mehreren Stiften wurde das Instrument kurzerhand zu einem echten Unikat umgewandelt – übersät mit den Unterschriften zahlreicher Mitglieder. Klaus ergriff direkt die Gelegenheit, schnappte sich das gute Stück und rockte damit ebenfalls ein paar Runden über die Tanzfläche.


Eine weitere Überraschung folgte. Die Verdienste von Klaus Krompholz wurden auf höchster Ebene anerkannt und seitens des DMJV gewürdigt. Ihm wurde stellvertretend von den Vorstandsmitgliedern Ronald Wiese und Detlef Krause die Ehrennadel in Gold überreicht - eine Auszeichnung, die seine langjährige Arbeit auch im Landesverband, und selbstverständlich auch seine Verdienste im Vorstand eindrucksvoll unterstreicht.


Vor der Eröffnung des Buffets regte Klaus Krompholz die versammelte Gemeinschaft dazu an, sich für ein gemeinsames Gruppenfoto zusammenzufinden. Gesagt, getan: Die Runde bewegte sich vor das Festzelt, wo sich alle in großer Formation aufstellten.


Auch dem Wettergott gedankt, wurde es ein richtig schöner Abend. Die Musik lief, die Stimmung war prima, Und dazwischen legte Ringo im Duett mit dem DJ noch einen Live-Auftritt hin. Deutschland hatte gewonnen, und irgendwie wollte niemand so richtig nach Hause. Ein gelungener Abschluss, der uns noch eine Weile begleiten wird. Ach so, die 40 ist nicht ganz so weit weg, Corona hoffentlich schon. Ob Klaus dann auch eine ausgemusterte Gitarre bekommt, wird sich zeigen.